Nichts — 2013

In der Schule steht eines Tages der Schüler Pierre Anthon von seinem Platz auf und verkündet, dass nichts irgendetwas bedeute. Es lohne sich daher nicht, irgendetwas zu tun. Von nun an findet man Pierre Anthon in einem Pflaumenbaum sitzend. Von dort herab verunsichert er seine Mitschüler mit nihilistischen Äußerungen. „In demselben Moment, in dem ihr geboren werdet, fangt ihr an zu sterben.“

Pierre Anthons Mitschüler beschließen, in einer alten Scheune heimlich einen „Berg der Bedeutung“ zusammenzutragen, um zu beweisen, dass „Bedeutung“ existiert. Anfangs besteht der Berg aus willkürlichen Beiträgen, aber bald beginnen sie, reihum Dinge von hoher persönlicher Bedeutung zu opfern, wobei jeweils der/die Opfernde festlegen darf, wer als nächstes dran ist – und womit. Da auch schmerzhafte Opfer nicht verweigert werden, setzt eine Eigendynamik ein: Müssen erst nur ersetzbare Dinge wie die Lieblingssandalen geopfert werden, so eskaliert die Sache mehr und mehr, ohne Rücksicht auf die Folgen. Je schmerzhafter das Opfer, desto mehr Bedeutung hat es schließlich. Oder nicht?

JUTHE spielt
Nichts – was im Leben wichtig ist
von Janne Teller

11. bis 25. Mai 2013 in der Zehntenscheune Sempach

REGIE: Gisela Nyfeler
REGIEASSISTENZ: Daniela Huber
KOSTÜME: Sara Schürmann
LICHT: Cyrill Bühlmann

SPIELER/INNEN: Lena Birrer, Nicolas Erni, Leandra Graf, Lena Galliker & Raphael Hägeli